28.06.2019

Neuer Test auf Geschlechtskrankheiten stellt Antibiotikaresistenz fest

Sommer ist Hochsaison für sexuell übertragbare Krankheiten. Im vergangenen Sommer haben sich in Schweden 8522 Menschen mit Chlamydien angesteckt. Eine andere ebenso häufige, aber ziemlich unbekannte Geschlechtskrankheit ist Mykoplasmen genitalium. Leider ist diese oft resistent gegen gängige Antibiotika. Derzeit wird ein Test gestartet, um festzustellen, ob Mykoplasmen-Bakterien resistent sind oder nicht. Der Test wurde von der HealthTech-Firma Dynamic Code entwickelt.

In den Sommermonaten breiten sich sexuell übertragbare Krankheiten schneller aus, weil wir mehr ungeschützten Sex haben. Mykoplasmen sind eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten, aber obwohl diese bakterielle Erkrankung ebenso häufig ist wie Chlamydien und auch viele Ähnlichkeiten aufweist, kennen sie viele Menschen nicht. Mykoplasmen werden bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen und die Symptome können diffus und schwer zu erkennen sein. Im schlimmsten Fall können Nebenwirkungen einer unbehandelten Mykoplasmen-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen.

– Es ist wichtig zu testen, ob Ihr Partner mit Mykoplasmen infiziert ist, da die Krankheit auch dann ansteckend ist, wenn Sie keine Symptome haben. Eine Mykoplasmen-Infektion sollte mit Antibiotika behandelt werden, und dabei ist es wichtig zu wissen, ob das Bakterium resistent ist oder nicht, damit das richtige Antibiotikum verwendet werden kann. Leider wird im traditionellen Gesundheitswesen heutzutage selten auf Mykoplasmen getestet, und als Patient müssen Sie häufig selbst einen Test anfordern, so Anders Selbing, Facharzt für Geburtshilfe und Gynäkologie und medizinischer Experte bei Dynamic Code.

Mykoplasmen können unbehandelt zu Komplikationen wie Eierstockentzündungen bei Frauen und Nebenhodenentzündungen bei Männern führen. Bei Frauen können Symptome in Form von brennenden Schmerzen beim Wasserlassen, Zwischenblutungen, unnormalem Ausfluss und Schmerzen im Unterleib auftreten. Männer können unter brennenden Schmerzen beim Wasserlassen, Harnröhrenentzündungen und Ausfluss leiden.

Erschreckende Resistenzentwicklung

In Schweden sind 18 Prozent der Mykoplasmen-Infektionen gegen gängige Antibiotika resistent, in Dänemark ganze 40 Prozent und in Norwegen sogar 61 Prozent.

– Es sind beängstigende Zahlen. Die Entwicklung von Resistenzen gegen Infektionen wie Mykoplasmen stellt ein wachsendes gesellschaftliches Problem dar, mit dem wir uns bei Dynamic Code befassen wollen, so Anne Kihlgren, Gründerin und Geschäftsführerin.

Testen Sie sich selbst und erhalten Sie innerhalb weniger Tage Antwort

Mit dem Test von Dynamic Code kann sich jeder selbst testen und schnell ein sicheres Resultat erhalten. Der Test selbst wird online bestellt oder in ausgewählten Apotheken erworben. Es handelt sich um einen Vaginaltest für Frauen und einen Urintest für Männer. Die Probe wird zur Analyse an das qualitätsgesicherte Labor von Dynamic Code gesendet. Sobald das Ergebnis klar ist, kann es unter dynamiccode.com abgerufen werden. Sollte Ihr Testresultat auf Mykoplasmen positiv ausfallen, hilft Ihnen Dynamic Code, mit Fachleuten des digitalen Gesundheitswesens in Kontakt zu kommen, die dann die richtige Behandlung diagnostizieren und bereitstellen.

Vier Geschlechtskrankheiten mit einem Test

Der Test von Dynamic Code auf Mykoplasmen wird als eigenständiger Test, als Kombinationstest für Mykoplasmen und Chlamydien, sowie als Teil des Tests auf die vier häufigsten Geschlechtskrankheiten Mykoplasmen, Chlamydien, Gonorrhoe und Trichomoniasis angeboten.

Antibiotikaresistenz

Antibiotika sind eine Medikamentenart zur Behandlung von bakteriellen Infektionen. Antibiotika werden unwirksam, wenn die Bakterien Resistenzen entwickelt haben, d. h. resistent gegen die Antibiotika werden. Mit anderen Worten, es ist nicht die Person, die antibiotikaresistent wird, sondern die Bakterien, die die Infektion verursacht haben. Antibiotikaresistenz ist ein ernstzunehmendes und wachsendes Problem, das die öffentliche Gesundheit sowohl in Europa als auch in der Welt bedroht.

 

Um einer erhöhten Antibiotikaresistenz entgegenzuwirken, sollten Infektionen je nach dem Bakterium, das die Infektion verursacht, mit der richtigen Art von Antibiotikum behandelt werden.

 

Quelle: Schwedisches Gesundheitsamt