Wie Gene den BMI und die Ernährung beeinflussen

Übergewicht und Fettleibigkeit lassen sich auf mehrere verschiedene Faktoren zurückführen, bei denen Gene eine große Rolle spielen. Die Gene können den Appetit, das Essverhalten und die Auswirkungen auf unseren Körper, die verschiedene Arten von Fett in der Nahrung haben, beeinflussen. Die Gene haben auch eine Bedeutung bei der Reaktion des Körpers auf körperliche Bewegung.

Wie kommt es, dass manche Menschen essen können, was sie wollen, ohne an Gewicht zuzunehmen? Es hängt von Ihren Genen ab, zumindest zu einem gewissen Teil. Übergewicht und Fettleibigkeit lassen sich auf mehrere verschiedene Faktoren zurückführen, bei denen Gene eine große Rolle spielen. Die Gene können den Appetit, das Essverhalten und die Auswirkungen auf unseren Körper, die verschiedene Arten von Fett in der Nahrung haben, beeinflussen. Die Gene haben auch eine Bedeutung bei der Reaktion des Körpers auf körperliche Bewegung und zusammengenommen haben sie einen großen Einfluss auf das Risiko, an Übergewicht und Fettleibigkeit zu leiden und können daher die Richtung weisen, wie der BMI (Body Mass Index) am besten gesenkt werden kann.

Übergewicht und Fettleibigkeit sind heute ein wachsendes Problem auf der ganzen Welt wie auch in Schweden. Es wurde festgestellt, dass Übergewicht und Fettleibigkeit Risikofaktoren für viele Krankheiten sind, einschließlich Typ-2-Diabetes und Herz- und Kreislauferkrankungen. Übergewicht und Fettleibigkeit werden häufig mit Hilfe des BMI gemessen, der die Größe und das Gewicht einer Person vergleicht, es gibt jedoch auch andere Messungen von Übergewicht, wie z. B. das Verhältnis von Taille zu Hüfte.

BMI

Der BMI, Body Mass Index, ist eine Methode zur Einschätzung, ob man übergewichtig ist, indem man die Beziehung zwischen Gewicht und Größe misst. Ein BMI zwischen 25-30 wird als Übergewicht und ein BMI über 30 als Fettleibigkeit bezeichnet.

Man berechnet den BMI wie folgt: BMI= Gewicht / (Größe x Größe). 

Beispiel: Sie wiegen 75 kg und haben eine Größe von 1,78 m. 

75 kg / (1,78 m x 1,78 m) = BMI 23,7

Gene beeinflussen das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit

Es gibt viele verschiedene Gene, die die Gesundheit auf unterschiedliche Weise beeinflussen können. Eines der am besten beschriebenen Gene wird FTO genannt und wird mit Übergewicht und Fettleibigkeit gekoppelt. Studien zeigen, dass Individuen mit zwei Kopien einer bestimmten Genvariante des FTO-Gens ein um 40-60 % höheres Risiko für Fettleibigkeit haben. Es wurde auch herausgefunden, dass Träger dieser Genvariante das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit durch physische Aktivität um bis zu 30 % senken können. Personen mit dieser Genvariante können daher mithilfe guter Ernährung und Bewegung das genetisch erhöhte Risiko für Fettleibigkeit beinahe vollständig beseitigen. Personen, die diese Genvariante nicht tragen, können ihren BMI nicht in gleichem Maße durch Bewegung beeinflussen, haben jedoch auch nicht dasselbe erhöhte Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit.

Die Bedeutung der Gene bei der Beeinflussung der Ernährung auf den Körper

Es gibt viele verschiedene Gene, die beeinflussen, wie wir mit verschiedenen Arten von Fett in der Nahrung umgehen und wie der Körper auf sie reagiert. Das PPARG-Gen beeinflusst den Stoffwechsel von Fetten und Personen mit einer bestimmten Genvariante des PPARG-Gens tendieren zu einem niedrigeren BMI bei einer Ernährung, die einen höheren Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren enthält. Einfach ungesättigte Fettsäuen sind unter anderem in Olivenöl, Nüssen, Avocado und Hühnchen enthalten. Eine Diät, die reich an einfach ungesättigten Fettsäuren ist, wird oft als Mittelmeerdiät bezeichnet. Individuen mit dieser Genvariante können folglich ihren BMI senken, indem sie mehr einfach ungesättigte Fettsäuren statt gesättigter Fette zu sich nehmen.

Auch das APOA5-Gen ist an die Regulierung von Fetten und die Speicherung von Fett in Fettzellen gekoppelt und spielt damit eine Rolle bei der Entwicklung von Fettleibigkeit. Studien zeigen, dass der BMI von Menschen mit einer bestimmten Genvariante des APOA5-Gens sich nicht erhöht, selbst wenn die Ernährung aus viel Fett besteht. Diese Menschen tendieren bei einer fettreichen Ernährung sogar zu einem niedrigeren BMI. Individuen, die diese Genvariante nicht haben, erhöhen stattdessen ihren BMI und riskieren bei einer fettreichen Ernährung übergewichtig oder fettleibig zu werden.

Gene beeinflussen Ihr Cholesterin

Blutfette wie beispielsweise Cholesterin sind wichtige Bausteine des Körpers, können jedoch in hohen Konzentrationen Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen sein. Das FABP2-Gen beeinflusst die Menge der Blutfette und Individuen mit einer bestimmten Genvariante des FABP2-Gens haben eine erhöhte Menge an LDL (das schlechte Cholesterin) und eine verringerte Menge an HDL (das gute Cholesterin) im Blut. Es sind nicht nur die Gene, die die Menge der Blutfette steuern und für Personen mit dieser Genvariante ist es besonders wichtig darauf zu achten, gesättigte Fette und Transfette durch ungesättigte Fette zu ersetzen, um die Blutfettwerte zu verbessern.

Welche Ernährung passt am besten zu mir?

Da Übergewicht und Fettleibigkeit auf der ganzen Welt stark zunehmen, steigt auch die Notwendigkeit, mehr darüber zu erfahren, was wir selbst tun können. Die Kopplung zwischen unseren Genen und unserer Ernährung ist dank wissenschaftlicher Studien deutlicher geworden. Wenn wir mehr über unsere Gene erfahren und wie sie uns beeinflussen, können wir durch Ernährungsumstellungen oder erhöhte physische Aktivität gesundheitsfördernde Effekte erzielen.

Es ist wichtig zu bedenken, dass Gene nicht alles bedeuten und dass es viele weitere Faktoren gibt, die eine Rolle spielen und unsere Gesundheit auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Unabhängig von der Genvariante, die Sie tragen, sind eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung ein wichtiger Teil eines gesunden Lebens.


: 2015-09-28

  • Fett und Gesundheit

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